• Celina

Frühling auf Mallorca - Zeit, zu reflektieren

Nachdem ich in den letzten Tagen so viel Zeit wie möglich bei und mit den Pferden verbracht habe, geht es heute zurück zum Studium nach England - Zeit also für einen kurzen Zwischenbericht!

Um einmal tief in die Klischeekiste zu greifen: Manchmal tut uns Deutschen etwas spanische Gelassenheit ganz gut! Es scheint, die Uhren hier auf Mallorca ticken etwas langsamer - wovon ich mich nur allzu gerne anstecken lasse...

Eigentlich wollte ich dir hier berichten, wie es mit unserem Verladetraining weitergegangen ist. Allerdings habe ich es seit dem letzten Mal, worüber ich hier ausführlich geschrieben habe, nur zweimal geschafft Fabu zu verladen und es gibt bisher noch nicht viel Neues zu berichten.


Aber dafür habe ich etwas anderes, sehr wichtiges gelernt: Sich einfach mal Zeit zu nehmen um den Moment zu genießen, neben allen Zielen, die man erreichen will und allen Dingen, die noch zu erledigen sind. Für mich geht das nirgendwo besser als bei den Pferden! Sie lassen mich den Alltag vergessen und helfen mir unserer schnelllebigen Welt für eine Weile zu entfliehen! Zum Beispiel indem man einfach mal miteinander nichts tut, ihnen nur zusieht und ihrem freundlichen Brummeln oder ihren Kaugeräuschen lauscht.

Aber auch beim Training mit Fabu, wo ich mich ganz auf uns beide konzentriere, gelingt es mir immer besser nur im Hier und Jetzt zu sein! Und das wird belohnt durch ein freudiges und motiviert mitarbeitendes Pferd - ob auf unseren Spaziergängen, wo wir gemeinsam die Welt erkunden oder auch auf dem Reitplatz! Ich bin unglaublich stolz auf das was Fabu und ich in der letzten Zeit alles geschafft haben. Dabei spreche ich nicht von einer konkreten Lektion oder Aufgabe, sondern vielmehr von dem Vertrauen und dem Umgang, der zwischen uns herrscht. Ich habe schon darüber geschrieben, dass Fabu als Lebertyp dazu neigt sich zu ärgern und dann schwierig wieder zum Mitarbeiten zu animieren ist. Doch dieses Mal hatten wir damit kaum Probleme. Ich lerne immer besser sie einzuschätzen und mit ihr umzugehen und gleichzeitig lerne ich auch mich selbst besser kennen.

Es macht so viel Spaß Fabu etwas beizubringen, mit ihr Quatsch zu machen, an unserer Beziehung zu arbeiten oder einfach nur bei ihr zu sein. Und auch das ist eine Seite von Pferdetraining. Es geht nicht immer nur um Techniken oder Trainingspläne.


Sondern es ist ein lebenslanger Weg, auf welchem es wichtig ist über all den Zielen die Freude, an dem was man tut, nicht zu vergessen! Und auf welchem wir ab und an innehalten sollten, um zu reflektieren ob wir derjenige sind, der wir für die Augen unseres Pferdes gerne wären.


Lesetipps:

Über Entschleunigung. Oder davon, einfach „Pferd“ zu sein. von Alessa Neuner 

Mit Meditation mehr erreichen – Pferdetraining mal anders! von Tash-Horse Experience

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